Labskausessen 2009

 

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Am Samstag, 24. Jan.2009 fand, nach längerer Pause (letztmalig 2005), unser tradionelles Labskausessen statt. Dazu konnte der 1. Vorsitzende Richard Koch neben den Kameradinnen und Kameraden der MK Borken auch eine Vielzahl von Gästen begrüßen.

Er eröffnete das Labskausessen mit der Feststellung, dass es die verschiedensten Versionen von Labskaus gäbe, angefangen von der Bremer bis hin zur Hamburger Version, wir aber heute die „Kerstenhäuser“ Rezeptur unseres Smuts und Ehrenvorsitzender Heinrich Klein verköstigen werden.

Mit der „Ballade von Kapitän Labs“ (vollst. s. Anlage)  gab der 1. Vorsitzende den Startschuss zum servieren, nicht jedoch bevor er einen Vorkoster, in diesem Fall den Ortsvorsteher Horst Diele, zum abschmecken zu sich gebeten hatte. Erst nach dessen positivem Urteil wurde die Verköstigung freigegeben.

Nachdem  viele fleißige Hände, angefangen von der Kombüsenmannschaft bis hin zum Service unserer Kameradinnen, mit angepackt hatten die Portionen zu verteilen, ließ man es sich anschließend nur noch schmecken. Anhand der vielen Nachschläge darf man wohl mit Fug und Recht behaupten das der Labskaus wieder einmal gelungen war. Als auch die letzte Portion mit einem Schnaps nachgespült wurde ging es zum gemütlichen Teil über.

Nun hatte der Shanty-Chor Homberg/Borken, wenn auch in kleinerer Formation,  seinen Auftritt und brachte in gekonnter Weise mit ihren Musikern Helmut & Siggi schnell eine maritime Stimmung in den Saal unterstütz wurden sie hierbei von unseren Freunden der MK Bad Hersfeld, Hellmut I & Helmut II.

Bei soviel Unterhaltung, war der Abend sehr kurzweilig und schnell war man nach Mitternacht angekommen als dann der Heimweg angetreten wurde.

Als Fazit bleibt festzuhalten, nach diesem gelungenem Labskausessen sollten wir bis zum nächsten Mal keine 4 Jahre warten.

Allerdings funktioniert solche eine Veranstaltung nur wenn sich,  so wie diesmal,  viele Helfer finden. All denen sagt  der 1. Vorsitzende  an dieser Stelle ein ganz herzliches Danke schön.

                                                                                                                                              (rk)

 

Erstes vorkosten.

Vorkosten vom Ortsvorsteher Kerstenhausen

 

Bild Kamerad Ralf Röse

 

Bild Kamerad Ralf Röse

 

 

 

Bild Kamerad Ralf Röse


Ein Geschenk aus Büsum

Bild Kamerad Ralf Röse

 

 

 Bilder vom Ehrenvorsitzenden Heinrich Klein

Die Ballade vom Labskaus

Jedes Jahr - und zwar bis heute -
essen  seebefliss'ne  Leute
auf die hergebrachte Weise
eine  sonderbare  Speise !
Selbst die feinen Damen fragen,
wenn sie so am Rollmops nagen,
warum dieses Fleischgemüse
ausgerechnet "Labskaus" hieße ! -
 
Nun, vor Zeiten einmal gab's
einen Käpten namens "Labs",
der - wie damals vorgekommen -
seine Frau hat mitgenommen
auf die meisten seiner Reisen -
denn er liebte gut zu speisen ! -
Schon am Sonntag sprach er : "Kleines,
koch mir heute ganz was Feines !"
Und es sagte gleich Frau Labs:
"Pass mal auf, ich glaub, ich hab's".
 
Aus dem Pökelfass geschwind
nahm sie Fleisch von Schwein und Rind,
und  vom  Eingelegten  glatt
Hering,  Gurke,  Lorbeerblatt,
Zwiebel und auch Rote Rübe,
auf das das Ganze rötlich bliebe,
schliesslich aus dem grossen Sack
eine  Menge  Schiffszwieback,
wässert, kocht und dreht die Menge
durch des Wolfes Loch Gezwänge
und serviert den ganzen Paps
aufgekocht dann ihrem Labs. -
 
Einmal  zu  besonderer  Güte
fand Frau Labs noch eine Tüte
Böckling statt der Matjesfische,
die sie ins Gemenge mischte,
und verschönt's mit Spiegelei
und 'nem Rollmops auch dabei
und ein klarer Schluck daneben
macht die Sache glatt und eben,
doch  damit  er  gut  verdau's,
sprach sie: "Lieber LABS nun KAU'S !"
 
Ach, Frau Labs ist längst vergangen,
doch  die  Kapitäne  hangen
seit der Zeit an dem Gerichte,
das ich hier für euch bedichte,
und sie denken allerwärts:
- Guter Labskaus - gutes Herz !